Zahlen & Fakten

Smartphones und digitale Medien sind komplexe Themen, die viele Ebenen des Lebens betreffen. Immer mehr Studien zeigen, dass die Geräte und die Apps die Kindheit grundlegend verändern.

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Lage in der Schweiz

Kinder mit eigenem Smartphone

20%mit 6–7 Jahren
96%mit 12–13 Jahren

Ein Punkt steht für ein Kind von hundert.

Smartphonebesitz ist unter 12/13-jährigen Kindern in der Schweiz heute weit verbreitet.

50
Tage

So lange würden Jugendliche ihr Smartphone innerhalb eines Jahres nutzen, wenn sie ihre Nutzungszeit am Stück absolvieren würden.

12- bis 19-Jährige; Median: 3 Stunden an Wochentagen, 4 Stunden an Wochenendtagen.

31%
zu wenig Zeit
23%
erfolglos reduziert

Beides betrifft die 15- bis 16-Jährigen: zu wenig Zeit für Familie, Freunde oder Hausaufgaben wegen der Internetnutzung — und der erfolglose Versuch, die Online-Zeit selbst zu reduzieren.

55%
der 14–17-Jährigen

… fällt es häufig oder sehr häufig schwer, die Mediennutzung zu beenden.

Smartphones verbinden Kinder mit der Welt – und die Welt mit Kindern

Was TikTok 13-Jährigen zeigt

92%
Mädchen · Diät & Fitness
83%
Mädchen · sexualisiert
85%
Jungen · frauenfeindlich

Anteil der Sitzungen, in denen TikTok fiktiven Profilen 13-Jähriger solche Inhalte zeigte.

Was Meta intern schätzte

100’000
Kinder. Täglich.

Interne Meta-Dokumente zeigen: Meta schätzte 2021, dass täglich etwa so viele Kinder auf Facebook und Instagram sexuell belästigende Inhalte oder Kontakte erhalten — beispielsweise Bilder mit Genitalien Erwachsener.

45%
Mädchen
20%
Jungen

… wurden in den letzten zwei Jahren mindestens einmal von einer fremden Person im Internet mit unerwünschten sexuellen Absichten kontaktiert, etwa mit der Aufforderung, erotische Fotos zu schicken.

12- bis 19-Jährige.

45%
der Primarschulkinder

… sind online mindestens einmal auf Inhalte gestossen, die ihnen Angst gemacht haben.

Je später, desto besser

Gesundheitsrisiken

+30%
Depression
+40%
Übergewicht
+60%
Schlafdefizit

Im direkten Vergleich weisen 12-Jährige mit eigenem Smartphone ein deutlich erhöhtes Risiko auf, als Gleichaltrige ohne. Der Zusammenhang wird stärker, je früher ein Kind ein eigenes Smartphone besitzt.

Vergleichsstudie mit rund 10’500 Kindern.

½ Jahr
Vorsprung mit 16

So weit sind Kinder, die erst mit 14 soziale Medien nutzen, ihren Klassenkameraden in Mathematik und Lesen voraus — jenen, die bereits mit 11 oder 12 begonnen haben.

Vergleichsstudie mit rund 5’000 Jugendlichen.

3 Std.
täglich
30 Min.
zum Vergleich

11- bis 12-Jährige, die mehr als drei Stunden täglich soziale Medien nutzen, zeigten zwei Jahre später häufiger depressive und Angstsymptome als Gleichaltrige mit höchstens einer halben Stunde.

Längsschnittstudie mit 2’350 Jugendlichen.

Gehirnentwicklung

Eine 3D Illustration eines Hirns.

Häufiges Checken sozialer Medien im frühen Jugendalter steht im Zusammenhang mit einer Veränderung der neuronalen Empfindlichkeit gegenüber sozialen Belohnungen und Bestrafungen.

fMRI-Längsschnitt · 169 Jugendliche · 3 Jahre

Kinder mit zunehmender Social-Media-Nutzung zwischen 9 und 13 Jahren zeigten mit 13 Jahren geringere Lese-, Wortschatz- und Gedächtnisleistungen als Gleichaltrige mit keiner oder sehr geringer Nutzung.

Längsschnitt · 6’554 Kinder

Intensive Social-Media-Nutzung bei Jugendlichen wird mit Veränderungen in präfrontalen und anderen Gehirnregionen sowie mit einer beeinträchtigten Reifung von Aufmerksamkeits- und Exekutivnetzwerken in Verbindung gebracht.

Erkenntnisse von Sucht Schweiz

Problematische Nutzung sozialer Netzwerke

7%
alle 11–15
10%
Mädchen
4%
Jungen

2022 wiesen rund sieben Prozent der 11- bis 15-Jährigen eine problematische Nutzung sozialer Netzwerke auf. Mädchen waren mehr als doppelt so häufig betroffen wie Jungen.

31%
der 14–15-Jährigen

… sind mit ihrem Aussehen nicht zufrieden. Jugendliche mit häufigerer Social-Media-Nutzung sind tendenziell weniger zufrieden.

31%
der 11–15-Jährigen

… berichten von wiederkehrenden Einschlafproblemen. Bei älteren Jugendlichen steht problematische Social-Media-Nutzung mit ungünstigerem Schlafverhalten in Zusammenhang.

Bist du bereit, etwas zu verändern?

Der Elternpakt ist die Antwort auf diese Zahlen: Eltern einer Schule einigen sich gemeinsam darauf, mit dem ersten Smartphone zu warten.