Elternpakt

Mit der Unterzeichnung des freiwilligen Elternpakts gehst du einen wichtigen Schritt für ein Smartphone-freies Umfeld deines Kindes. Du setzt das deutliche Zeichen, Teil einer wachsenden Gemeinschaft von Familien zu sein, die sich zum Schutz ihres Kindes bewusst dafür entscheiden:

zu warten, bis ihr Kind mindestens 14 Jahre alt ist, bevor es ein eigenes Smartphone erhält

und/oder

zu warten, bis ihr Kind mindestens 16 Jahre alt ist, bevor es eigene Konten bei sozialen Medien anlegen darf.

Die Unterzeichnung des freiwilligen Pakts dauert weniger als eine Minute. Je mehr Eltern mitmachen, desto stärker wird das Schweizweite Signal für das Wohlergehen unserer Kinder. Der Pakt ist kein Statement gegen Technologie, sondern gegen die frühzeitige Nutzung eigener Geräte durch Kinder und Jugendliche.

Ressourcen

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Flyer für Eltern, Präsentationen für Elternräte, Musterbriefe an Schulen, etc.
Dieser Teil der Website wird regelmässig in mehreren Sprachen ausgebaut.

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Flyer & Sticker für dich und dein Umfeld

Der Shop wird über die kommenden Monate ausgebaut und weiter übersetzt.

Ein Bündel enthält:

✻ 15 Flyer «Der Verein» deutsch, Rückseite französisch
✻ 15 Flyer «Elternpakt» deutsch, Rückseite französisch
✻ 15 Flyer «Suchtmittel» deutsch, Rückseite französisch
✻ 2 Logo-Sticker gross deutsch
✻ 3 Logo-Sticker klein deutsch

1 Bündel zum Selbstkostenpreis = CHF10.–  |   zum Gönnerpreis = CHF20.–
2 Bündel zum Selbstkostenpreis = CHF15.–  |   zum Gönnerpreis = CHF30.–

Als kleiner Verein mit viel Herzblut und wenig Budget finanzieren wir mit diesem Beitrag die Weiterentwicklung unserer Angebote. Falls der Betrag gerade nicht passt – meld dich und wir finden eine Lösung. Solltest du mehr oder andere Materialien bestellen wollen, bitte kontaktiere uns ebenfalls.

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Flyer SfKS
Wissen

Glossar

Slot Machine Effect / Variable Reward Schedule

Tristan Harris, ehemaliger Google-Ethiker, beschreibt das Smartphone als einarmigen Banditen: Man wischt den Feed runter und weiss nie, was als Nächstes kommt - genau diese Unvorhersehbarkeit hält süchtig. Variable Reward Schedules sind aus der Verhaltenspsychologie (Behaviorismus, siehe unten) bekannt und gelten als das wirkungsvollste Prinzip zur Konditionierung von Verhalten.

Behaviorismus

Vieles, was sich die Tech-Konzerne zu Nutzen machen, beruht auf der Verhaltenstheorie von B. F. Skinner. Laut Skinners Behaviorismus wird Verhalten vor allem durch seine Konsequenzen gelernt. Handlungen, die belohnt werden, treten häufiger auf (Verstärkung), während Verhalten ohne Belohnung oder mit negativen Folgen seltener wird. Innere Gedanken oder Gefühle spielen dabei eine untergeordnete Rolle - entscheidend ist, wie Umweltreize Verhalten formen. Smartphones und Social Media setzen dieses Verstärkungsprinzip gezielt ein: Jede neue App-Benachrichtigung, jeder Push und jedes Like kann als unvorhersehbare Belohnung wirken und das ständige Checken sowie das Nutzungsverhalten verstärken. Getestet hat Skinner das an Ratten und Tauben (The Skinner Box, Operant Conditioning Chamber)

Dopamine Loop / Dopamine Hijacking

Jedes Like, jede neue Nachricht und jedes kurze Video löst eine kleine Dopaminausschüttung im Gehirn aus - das Belohnungssystem wird so in einen endlosen Kreislauf aus Reiz und Verlangen gezogen. Bei Kindern, deren Gehirn noch in der Entwicklung ist, kann dieses “Hijacking” des Belohnungssystems besonders tiefe Spuren hinterlassen.

Dark patterns / Deceptive Patterns

Irreführende oder finstere Muster genannt, beschreiben manipulative Software-Designmuster auf Websites und in Apps. Sie verleiten Nutzende, gegen ihren eigentlichen Willen zu einem bestimmten Verhalten – beispielsweise zum Abschluss ungewollter Abos, der Freigabe von Daten oder der Tätigung von Käufen. Dark Patterns sind zum Teil – abhängig von der jeweiligen Gesetzgebung – im Interesse des Konsumentenschutzes gesetzlich verboten.

Fragmentierung statt Flow / Attention Fragmentation

Ganz nach Skinner trainieren Smartphones und Apps das Gehirn auf “schnelle Belohnungen” und stören natürliche Konzentration und Entwicklung. Durch ständige Benachrichtigungen und den schnellen Wechsel zwischen Apps wird die Aufmerksamkeit in immer kleinere Bruchstücke zersplittert. Kinder, die mit diesem Muster aufwachsen, tun sich zunehmend schwer damit, längere Aufgaben konzentriert zu Ende zu bringen. Bewusster Umgang bedeutet, diesen Effekt zu erkennen und unseren Kindern ununterbrochene, ungestörte Zeit zu schenken.

Technoference

Beschreibt, wie Smartphones reale Interaktionen stören - etwa wenn Eltern beim Spielen mit dem Kind immer wieder aufs Smartphone schauen. Studien zeigen, dass selbst kurze, wiederholte Unterbrechungen das Bindungsgefühl und die Sprachentwicklung von Kleinkindern beeinflussen können.

Popcorn Brain

Unser Gehirn - besonders das Heranwachsende - kann sich an ständige, schnelle Reize gewöhnen, wie bei Popcorn, das in der Mikrowelle ununterbrochen aufpoppt. Smartphones liefern permanente Benachrichtigungen, Likes oder neue Inhalte, sodass Kinder und Jugendliche sich immer kürzer konzentrieren können und nur noch schnelle Belohnungen erwarten. So gewöhnt sich das Gehirn daran, “langsames Denken” zu meiden.

Brain Rot

Brain Rot beschreibt den Zustand, in dem das Gehirn durch ständige digitale Reize und endloses Scrollen überstimuliert wird, sodass Konzentration, Kreativität und tiefes Denken stark abnehmen.

Algorithmus

In der Theorie ist ein Algorithmus eine präzise, schrittweise Handlungsanweisung zur Lösung eines Problems oder zur Ausführung einer Aufgabe. Gleiche Eingaben führen stets zum gleichen Ergebnis. Weil jede Person ihren eigenen Blick auf ein Thema hat, haben beispielsweise Journalist:innen die Aufgabe, diese verschiedenen Blickwinkel sichtbar zu machen und verschiedene Sichtweisen aufzuzeigen. Digitale Algorithmen machen das nicht, sie verstärken nur die Sichtweise, die jemand am liebsten hat. Soziale Medien nutzen Algorithmen, um Inhalte basierend auf Nutzerverhalten zu priorisieren. Die Unternehmen geben die Funktionsweise ihrer Algorithmen nicht bekannt. 

Infinite Scroll

Früher hörten Feeds am Ende der Seite auf. Heute scrollt man unaufhörlich. «Es gibt immer etwas Neues, das einem einen Dopamin-Kick gibt, auf den man reagiert und davon gibt es unendlich viel», sagte Arturo Béjar, ein Whistleblower, der bis 2021 bei Meta im Bereich Online-Sicherheit für Kinder arbeitete. «Das Versprechen dieser Plattformen ist, dass es immer etwas Interessantes und Lohnendes gibt, und zwar ohne Ende.» Interne Dokumente, die im US-Prozess im Frühjahr 2026 auftauchten, zeigten, dass andere Meta-Mitarbeiter sich Sorgen über Anzeichen einer steigenden «Belohnungstoleranz» bei den Nutzern machten. In einer E-Mail-Konversation aus 2020 schrieb jemand über Instagram: «Oh mein Gott, Leute, Instagram ist wie eine Droge.» Ein Kollege antwortete: «Haha, ich meine, alle sozialen Medien. Wir sind im Grunde genommen die Dealer.»

FOMO, Fear of Missing out

Angst, etwas zu verpassen. Benachrichtigungen und Likes sind weitere Bestandteile des Social Media-Apparats, die Menschen, insbesondere Kinder, süchtig machen. Mark Griffith, emeritierter Professor für Verhaltenssucht an der Nottingham Trent University, sagte, dass das Gewinnen eines Wettbewerbs um Likes «eine lohnende Sache ist, die einem einen kleinen Glücksmoment verschafft».

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Vom Computer zur KI: Eine Geschichte in Generationen

1981

Computer

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Generation X

1991

World Wide Web

ab 1981

Millennials/Gen Y

2004

Facebook

ab 1997

Generation Z

2007

Smartphone

2009

WhatsApp

2010

Instagram

∽ ab 2010

Generation Alpha

2016

TikTok

2022

AI

ab 2025

Generation Beta