Problem

Technologieunternehmen investieren Milliarden, um Apps und Geräte so suchterregend wie möglich zu machen. Für Kinder, deren Gehirn sich noch in der Entwicklung befindet, kann das besonders verheerend sein. 

Gesundheitsrisiken

Im direkten Vergleich weisen 12-Jährige mit eigenem Smartphone ein deutlich erhöhtes Risiko für Depression (+ 30%), Übergewicht (+40%) und Schlafdefizit (+60%) auf, als Gleichaltrige ohne.

Eine 3D Illustration eines roten Auges.

Verminderte Konzentrationsfähigkeit

Nach einer einzigen Ablenkung durch das Smartphone kann es bis zu 23 Minuten dauern, bis man sich wieder konzentrieren kann1. Die Hälfte der 11- bis 17-Jährigen erhält mindestens 237 Benachrichtigungen pro Tag, rund ein Viertel davon während der Schulzeit2.

Suchtpotential

Die Apps auf Smartphones sind auf Suchtpotential konzipiert: Swipe, reward, repeat. Durch die konstanten Dopamin-Hits ähneln sie einer Droge. «Maximales Engagement» durch möglichst lange Screentime ist das grundlegende Geschäftsmodell dahinter. Leider auch auf Kosten unserer Kinder.

Vermindertes Selbstwertgefühl

«Wir haben herausgearbeitet, dass Kinder und Jugendliche durch den Gebrauch von sozialen Medien ständig Vergleichen mit Personen ausgesetzt sind, die sie als sozial besser gestellt halten – die sie zum Beispiel hübscher finden oder die ihnen wohlhabender, beliebter und glücklicher vorkommen.»

«Wenn etwas ein Werkzeug ist, dann liegt es einfach da und wartet geduldig. Wenn etwas kein Werkzeug ist, dann verlangt es etwas von dir. Es verführt dich. Es manipuliert dich. Es will deine Aufmerksamkeit.»

Tristan Harris
Tristan Harris
Center for Humane Technology, aus The Social Dilemma

Später statt früher

Smartphones sind das Tor zu den sozialen Medien und zum wilden Westen des Internets. Wenn Kinder nicht rund um die Uhr ein Gerät in der Tasche haben, geben wir ihnen ein grosses Stück Freiheit. Je länger wir warten, bis wir unseren Kindern ein Smartphone geben, desto mehr Zeit haben sie, sich zu entwickeln, zu wachsen und zu lernen. 

Eine 3D Illustration eines Smartphones.

«Altmodisches» Telefon bis mindestens 14

Um erreichbar zu sein reicht ein Telefon. Es muss kein Smartphone sein. 

Eine 3D Illustration des Instagram Logos auf pinkem viereckigen Hintergrund.

Eigene Social Media-Konten frühestens ab 16

Der soziale Vergleich in der Realität kann schwierig genug sein, es braucht nicht auch einen globalen Vergleich mit «Content Creators» und ihren Filtern.

Eine 3D Illustration eines gelben Computers mit einem Icon einer Familie drauf. Es ist ein geteilter Familiencomputer.

Zusammen: Surfen, chatten und Internet am gemeinsam genutzten Computer

Medienkompetenz in Begleitung entdecken.

Mehr offline Erfahrungen, weniger online Ablenkung

Kein eigenes Smartphone zu haben ist keine Strafe für Kinder, sondern ein Geschenk an sie. Ein Geschenk an Zeit, Aufmerksamkeit und Raum für Entwicklung von sozialen Regeln, Empathie, Konfliktlösung, Nähe, Distanz, Vertrauen, Beziehung und ein Geschenk an die Kindheit.

Fragen & Antworten

Unsere Häufig gestellten Fragen helfen, Eltern, Lehrpersonen, Schulen, Politik, Jugendorganisationen und Vereine auf das Thema zu sensibilisieren.

Können Kinder mit einem Smartphone sich selbst regulieren? Wenn ja, ab welchem Alter?

Nein, denn Gehirne in der Entwicklung und Reifung sind anfälliger («all gas and no brake»). So ist der präfrontale Kortex im Gehirn bei Männern erst im Alter von 25 Jahren vollständig entwickelt und bei Frauen rund zwei Jahre früher. Smartphones ab 25 ist natürlich illusorisch. Aber wir möchten unseren Kindern helfen, einen gesunden Umgang mit den Geräten zu erlernen, während bei ihnen die Bremse noch nicht voll entwickelt ist.

Paradox

Für Kinder anderer - aber nicht die eigenen

Viele der Entwickler:innen halten die Technologien, welche sie selbst erfunden haben, von ihren Kindern fern. Niemand verdient Geld, wenn Kinder draussen spielen, sich streiten und versöhnen oder gemeinsam wachsen. Das Geschäftsmodell von Apps beruht auf “maximal engagement” - also darauf, Nutzerinnen und Nutzer so lange wie möglich online zu halten, um den Gewinn zu maximieren.

Steve-Jobs

«Wir erlauben keine iPads im Haus. Wir denken, das ist zu gefährlich für die Kinder.»

Steve Jobs

Gründer von Apple

Mark-Zuckerberg

«Ich möchte im Allgemeinen nicht, dass meine Kinder lange Zeit vor dem Fernseher oder Computer sitzen.»

Mark Zuckerberg

Gründer von Meta

Evan-Spiegel

Beschränkt die Mediennutzung seines (damals) siebenjährigen Sohnes auf 90 Minuten pro Woche - im Vergleich zu durchschnittlichen amerikanischen Teenagern, die fast neun Stunden täglich vor Bildschirmen verbringen.

Evan Spiegel

CEO Snap Inc. (Snapchat)

Chamath-Palihapitiya

Er empfindet “unglaubliche Schuldgefühle”, weil er beim Aufbau von Facebook mitgeholfen hat. Seine eigenen Kinder “dürfen diesen Mist nicht benutzen”.

Chamath Palihapitiya

Ehemaliger Facebook-Vizepräsident für Wachstum, Jetzt Aktivist.

Sean-Parker

«Gott allein weiss, was es mit den Gehirnen unserer Kinder macht.»

Sean Parker

Erster Präsident bei Facebook, 2017

Bill Gates

«Ich habe meinen drei Kindern keine eigenen Smartphones oder Computer erlaubt, bis sie 14 waren und sie haben sich beschwert, dass andere früher welche hatten.»

Bill Gates

Gründer von Microsoft

In 2018 sagte er, sein damals elfjähriger Sohn besitze kein Smartphone.

Sundar Pichai

CEO Google

Sarah-Wynn-Williams

«Facebook nutzte eine Reihe von Funktionen, die gezielt auf die Schwächen junger Nutzer zugeschnitten waren und deren Risiken und Schädlichkeit ausnutzen, während die Risiken und Gefahren dieser Funktionen verschleiert wurden. Alle Hebel wurden genutzt, um die Nutzerbindung und die Sucht zu erhöhen.»

Sarah Wynn-Williams

Whistleblowerin (“Careless People”)

Athena-Chavarria

«Ich bin überzeugt, dass der Teufel in unseren Smartphones lebt und unseren Kindern schadet.» Sie gab ihren Kindern erst im Highschool-Alter Smartphones.

Athena Chavarria

Ehemalige Assistentin der Geschäftsleitung bei Facebook

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Vom Computer zur KI: Eine Geschichte in Generationen

1981

Computer

ab 1965

Generation X

1991

World Wide Web

ab 1981

Millennials/Gen Y

2004

Facebook

ab 1997

Generation Z

2007

Smartphone

2009

WhatsApp

2010

Instagram

∽ ab 2010

Generation Alpha

2016

TikTok

2022

AI

ab 2025

Generation Beta