Smartphones verändern die Kindheit

Technologieunternehmen investieren Milliarden, um Apps und Geräte so suchterregend wie möglich zu machen. Für Kinder, deren Gehirn sich noch in der Entwicklung befindet, kann das besonders verheerend sein. 

Gesundheitsrisiken

+30%
Depression
+40%
Übergewicht
+60%
Schlafdefizit

Im direkten Vergleich weisen 12-Jährige mit eigenem Smartphone ein deutlich erhöhtes Risiko für Depression, Übergewicht und Schlafdefizit auf, als Gleichaltrige ohne.

Verminderte Konzentrationsfähigkeit

Eine 3D Illustration eines roten Auges.
23 Min.
bis wieder fokussiert
237
Benachrichtigungen / Tag

Nach einer einzigen Ablenkung durch das Smartphone kann es bis zu 23 Minuten dauern, bis man sich wieder konzentrieren kann1. Die Hälfte der 11- bis 17-Jährigen erhält mindestens 237 Benachrichtigungen pro Tag, rund ein Viertel davon während der Schulzeit2.

Suchtpotential

Die Apps auf Smartphones sind auf Suchtpotential konzipiert. Swipe, reward, repeat. Die künstlichen Dopamin-Hits lassen sie wie eine Droge wirken. Das Geschäftsmodell lautet «maximales Engagement» durch möglichst lange Screentime.

Wegen des Geschäftsmodells hook (anhaken), hold (Aufmerksamkeit halten), harvest (Daten ernten) und hide (den Schaden vor der Öffentlichkeit verbergen) zahlte Meta im August 2026 in einem Vergleich in den USA 18 Milliarden Dollar. Ziehen TikTok, Snap und YouTube mit, sollen landesweit einheitliche Jugendschutzmassnahmen gelten. Europa ist davon vorerst nicht betroffen, der Gerichtsfall könnte aber als Referenzmodell dienen.

Gerichtsfälle: SRF 2026; SRF 2026.

Vermindertes Selbstwertgefühl

«Wir haben herausgearbeitet, dass Kinder und Jugendliche durch den Gebrauch von sozialen Medien ständig Vergleichen mit Personen ausgesetzt sind, die sie als sozial besser gestellt halten – die sie zum Beispiel hübscher finden oder die ihnen wohlhabender, beliebter und glücklicher vorkommen.»

«Wenn etwas ein Werkzeug ist, dann liegt es einfach da und wartet geduldig. Wenn etwas kein Werkzeug ist, dann verlangt es etwas von dir. Es verführt dich. Es manipuliert dich. Es will deine Aufmerksamkeit.»

Tristan Harris
Tristan Harris
Center for Humane Technology, aus The Social Dilemma

Später statt früher

Smartphones sind das Tor zu den sozialen Medien und zum wilden Westen des Internets. Wenn Kinder nicht rund um die Uhr ein Gerät in der Tasche haben, geben wir ihnen ein grosses Stück Freiheit. Je länger wir warten, bis wir unseren Kindern ein Smartphone geben, desto mehr Zeit haben sie, sich zu entwickeln, zu wachsen und zu lernen. 

«Altmodisches» Telefon bis mindestens 14

Eine 3D Illustration eines Smartphones.

Um erreichbar zu sein reicht ein Telefon. Es muss kein Smartphone sein. 

Eigene Social Media-Konten frühestens ab 16

Eine 3D Illustration des Instagram Logos auf pinkem viereckigen Hintergrund.

Der soziale Vergleich in der Realität kann schwierig genug sein, es braucht nicht auch einen globalen Vergleich mit «Content Creators» und ihren Filtern.

Zusammen

Eine 3D Illustration eines gelben Computers mit einem Icon einer Familie drauf. Es ist ein geteilter Familiencomputer.

Surfen, chatten und Internet am gemeinsam genutzten Computer. Medienkompetenz in Begleitung entdecken.

Gemeinsam gegen den Gruppendruck

Der Hauptgrund für ein frühes Smartphone ist der Druck, dass «alle anderen schon eines haben». Der Elternpakt dreht diesen Gruppendruck um: Je mehr Familien einer Schule mitmachen, desto normaler wird es, ohne eigenes Smartphone aufzuwachsen — und desto leichter fällt es jedem einzelnen Kind.

Fragen & Antworten

Unsere Häufig gestellten Fragen helfen, Eltern, Lehrpersonen, Schulen, Politik, Jugendorganisationen und Vereine auf das Thema zu sensibilisieren.

Können Kinder mit einem Smartphone sich selbst regulieren? Wenn ja, ab welchem Alter?

Nein, denn Gehirne in der Entwicklung und Reifung sind anfälliger («all gas and no brake»). So ist der präfrontale Kortex im Gehirn bei Männern erst im Alter von 25 Jahren vollständig entwickelt und bei Frauen rund zwei Jahre früher. Smartphones ab 25 ist natürlich illusorisch. Aber wir möchten unseren Kindern helfen, einen gesunden Umgang mit den Geräten zu erlernen, während bei ihnen die Bremse noch nicht voll entwickelt ist.

Paradox

Für Kinder anderer - aber nicht die eigenen

Viele der Entwickler:innen halten die Technologien, welche sie selbst erfunden haben, von ihren Kindern fern. Niemand verdient Geld, wenn Kinder draussen spielen, sich streiten und versöhnen oder gemeinsam wachsen. Das Geschäftsmodell von Apps beruht auf “maximal engagement” - also darauf, Nutzerinnen und Nutzer so lange wie möglich online zu halten, um den Gewinn zu maximieren.

Vom Computer zur KI: Eine Geschichte in Generationen

1981

Computer

ab 1965

Generation X

1991

World Wide Web

ab 1981

Millennials/Gen Y

2004

Facebook

ab 1997

Generation Z

2007

Smartphone

2009

WhatsApp

2010

Instagram

∽ ab 2010

Generation Alpha

2016

TikTok

2022

AI

ab 2025

Generation Beta

Unterstützen

Werde auch du aktiv!

Elternpakt

Unterzeichnen

Mitgliedschaft

Ich bin dabei!

WhatsApp Community

Beitreten

Newsletter

4–6× pro Jahr

Anmelden

Spenden

Deine Spende unterstützt unsere Arbeit: Jeder Beitrag zählt. Danke von Herzen!

Via Twint (hier werden Gebühren abgezwackt) oder per E-Banking (gebührenfrei): Hypothekarbank Lenzburg, CH17 0830 7000 6708 2130 6

Gut zu wissen: Wir sind als gemeinnütziger Verein steuerbefreit und können Spendenbescheinigungen ausstellen.

Spenden QR Code Twint für Smartphone freie Kindheit Schweiz